die goldene ZEIT-SCHRIFT

Die goldene Zeit-Schrift

Unsere Lebensreise

Mit oder ohne „Vitamin B“?

Elke De Macq

Beziehungen - MiteinanderAls ich den Titel für das Monatsmotto gelesen hatte, fühlte es sich ganz klar und einfach an. Darüber sind schon viele Bücher geschrieben worden und ich war fest davon überzeugt, dass mir sicherlich auch etwas dazu einfallen wird. Schließlich arbeite ich bereits seit 20 Jahren therapeutisch mit Menschen. Und Scheidung habe ich selbst in der Realität erfahren dürfen.

Was ist „Vitamin B“ für mich?

Ich machte mir also Gedanken auf welche Art von Beziehung ich mich in diesem Artikel spezialisieren wollte. Die Wahl traf auf das sogenannte „Vitamin B“. Und ich gebe es offen zu, dass ich selbst darüber sehr überrascht war. Ich setzte mich also gedanklich über Stunden damit auseinander, recherchierte, stöberte und formulierte meine Gedanken. Am Ende war ich unzufrieden mit dem Ergebnis. Und warum? Ich hatte mir etwas ausgesucht, was man umgangssprachlich als Definition für „materiell vorteilhafte Verbindungen“ ansieht. Man sagt sogar, dass in unserer heutigen Gesellschaft ohne dieses „Vitamin B“ nur sehr wenig oder sogar gar nichts mehr läuft. Ist es bereits ein wichtiges Lebenselixier, ein unverzichtbares Muss geworden?

Ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen, kann beruflich von Vorteil sein. Aber es sollte gesund sein! Man braucht deshalb auch nicht zu verzweifeln, wenn man keine außergewöhnlichen Kontakte besitzt. Es zählen am meisten immer noch Deine Kenntnisse und Qualifikationen; und ganz besonders Deine Einstellung zur Arbeit und Deine persönliche Ausstrahlung. Damit kann ich mich identifizieren und gut fühlen. Damit bleibe ich authentisch und mir selber treu; auch ohne dieses sogenannte „Vitamin B“.

Und nun fange ich nochmal mit dem Thema „Beziehungen“ an.

Schließlich beginnt doch eine menschliche Beziehung bereits im Mutterleib. Und Kind bin ich heute immer noch für meine Mutter; obwohl ich bereits selbst eine erwachsende Tochter habe. Eigentlich besteht doch das gesamte Leben aus ständig wechselnden Beziehungen, welche uns prägen. Auf unserer einmaligen Lebensreise steht die Beziehung zu uns selbst im Vordergrund. Die Gemeinschaft, welche nicht getrennt oder geschieden werden kann, und am längsten hält, ist meine eigene mit mir selbst. Nur bin ich mir immer dessen bewusst? Pflege und orientiere ich mich mehr im Außen, anstatt bei mir selbst anzufangen?

Beziehung bedeutet Annäherung, Freundschaft, Kameradschaft und Verhältnis. Bin ich mir wirklich nah, treu und gerecht? Das ist die Beziehung zu uns selbst. Beziehung zu mirDann kann ich erst etwas zu anderen Menschen aufbauen, zur Arbeit, zur Welt.

Mein Selbstbild ist auch mein Weltbild. Wie betrachten Sie Ihr Spiegelbild? Vielleicht in der Ausdrucksform: „Ich kenne dich, ich wasche dein Gesicht, ich kämme dir die Haare, aber lieben tue ich dich nicht!“ Dann kann es höchste Zeit sein, damit anzufangen, sich selbst (besser) kennen zu lernen und zu lieben.

„Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften“[1] . Nehmen Sie sich diese Zeit für sich. Sie sollten es sich wert sein.

In diesem Sinne überreiche ich Ihnen einen gefüllten Korb voller guter Beziehungen.

Herzlichst, Elke De Macq

 

Es finden von/mit Elke De Macq im Rahmen ihrer Workshopreihe „Sagen Sie der Block-ade … Ade“ Einzelberatungen, der Vortrag „Liebe heilt“ und ein Intensivworkshop vom 17.04.-19.04.2015 in Wien statt.

Näheres finden Sie unter:

http://www.diegoldenezeit-schrift.com/workshopreihe-in-wien-block-ade-ade/

 

[1] Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), frz. Flieger u. Schriftsteller

Bild: © Luis Louro – Fotolia.com

 

 

 

 

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